Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2025
Sicherheit und Kriminalität in Deutschland (SKiD)
2020 den Auftakt zu der periodisch angelegten Studie „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland (SKiD)“ dar, die das BKA in Zusammenarbeit mit den Polizeien der Länder durchführt. Im Rahmen der zweiten Erhebungswelle von SKiD wurden von Februar bis Juni 2024 erneut zufällig ausgewählte Personen in der Bevölkerung zu ihren Erfahrungen mit Kriminalität befragt. Durch regelmäßige Wiederholungen der Studie werden Veränderungen und langfristige Entwicklungen des Kriminalitätsaufkommens und Sicherheitsgefühls in der Gesellschaft identifiziert werden können.
Ein Bericht mit ersten Ergebnissen zu SKID 2024 – auch zu Veränderungen gegenüber 2020 – wurde im April 2026 zeitgleich mit der PKS 2025 veröffentlicht.
Einflussfaktoren
- Anzeigeverhalten
- polizeiliche Kontrollintensität
- Änderung der statistischen Erfassung
- Änderung des Strafrechts
- echte Kriminalitätsänderung
Die PKS bietet kein exaktes Spiegelbild der Kriminalitätswirklichkeit, sondern eine je nach Deliktsart mehr oder weniger genaue Annäherung an die Realität.
Erfassungs-/Bewertungskriterien
Die Erfassung in der PKS erfolgt vorrangig anhand gesetzlicher Tatbestände und nur eng begrenzt auch unter kriminologischen Gesichtspunkten. Die Registrierung erfolgt bei Abgabe des Vorgangs an die Staatsanwaltschaft. Die Aktualität der PKS wird daher durch Straftaten mit langer Ermittlungsdauer gemindert.
Die PKS beruht auf dem Erkenntnisstand bei Abschluss der polizeilichen Ermittlungen. Straftaten werden zum Teil von der Polizei, insbesondere wegen des unterschiedlichen Ermittlungsstandes, anders bewertet als von der Staatsanwaltschaft oder den Gerichten. Aus diesem Grund sowie aufgrund unterschiedlicher Erfassungszeiträume und -grundsätze lässt sich die PKS mit den Rechtspflegestatistiken der Justiz (z.B. Strafverfolgungsstatistik) nicht vergleichen.
Die PKS differenziert zwischen deutschen und nichtdeutschen Tatverdächtigen (TV). Kriterium ist die Staatsangehörigkeit. Ein eventueller Migrationshintergrund wird nicht berücksichtigt, da aufgrund der Freiwilligkeit einer entsprechenden Angabe eine vollständige und zuverlässige Erfassung nicht gewährleistet wäre.
Birkel, C. et al. (2026): Sicherheit und Kriminalität in Deutschland – SKiD 2024. Bundesweite Kernbefunde des Viktimisierungssurvey des Bundeskriminalamts und der Polizeien der Länder. Hg. v. Bundeskriminalamt. Wiesbaden. Online abrufbar auf BKA Webseite.