Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2025
3 Überblick 2025
3.1 Straftaten
Straftaten insgesamt
Im Berichtsjahr 2025 wurden bundesweit insgesamt 5.508.559 Fälle registriert. Im Vergleich zum Jahr 2024 bedeutet das einen Rückgang von -5,6 Prozent (2024: 5.837.445). Ein Teil des Rückgangs resultiert aus der Teillegalisierung des Besitzes und Anbaus von Cannabis und dessen Zubereitungen seit dem 01.04.2024 und die dadurch reduzierte Strafbarkeit in dem Zusammenhang. Damit ist die Vergleichbarkeit der Gesamtfallzahlen mit den Vorjahren nicht gegeben.
Im Vergleich zum letzten Jahr ohne Corona-bedingte Einschränkungen (2019: 5.436.401 Fälle) ist die Fallzahl 2025 um 1,3 Prozent höher.
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 3.188.533 (2024: 3.385.919) Fälle aufgeklärt. Dies entspricht einer Aufklärungsquote von 57,9 Prozent (2024: 58,0 Prozent).
Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße
Betrachtet man die „Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße“, so liegt der Rückgang bei -4,4 Prozent. Für das Jahr 2025 wurden bundesweit insgesamt 5.303.348 Fälle registriert, im Vorjahr lag die Zahl bei 5.550.106. Im Vergleich zu 2019 (5.270.782 Fälle) kam es zu einem Anstieg dieser Straftaten von 0,6 Prozent.
Wesentliche Straftaten/-gruppen
Nachfolgend werden ausgewählte Straftaten/-gruppen dargestellt, bei denen der Anstieg oder der Rückgang mehr als 5,0 Prozent beträgt.
Anstiege 2025 im Vergleich zu 2024 (mindestens +5,0 Prozent und mehr als 1.000 Fälle) waren u.a. zu verzeichnen bei:- Neue Psychoaktive Substanzen (NPS) (+25,5 Prozent, +1.083 Fälle)
- Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung jugendpornographischer Inhalte (+19,9 Prozent, +1.914 Fälle)
- Leistungsbetrug (+16,4 Prozent, +2.839 Fälle)
- Computerbetrug mittels rechtswidrig erlangter Daten von Zahlungskarten (+11,5 Prozent, +2.720 Fälle)
- Straftaten im Zusammenhang mit Urheberrechtsbestimmungen (+10,3 Prozent, +1.162 Fälle)
- Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexueller Übergriff im besonders schweren Fall einschl. mit Todesfolge (+8,5 Prozent, +1.134 Fälle)
- Beleidigung auf sexueller Grundlage (+8,4 Prozent, +2.398 Fälle)
- Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen (+6,5 Prozent, +150 Fälle)
- Wohnungseinbruchdiebstahl (+5,7 Prozent, +4.484 Fälle)
- Straftaten gegen das Waffengesetz (+5,5 Prozent, +1.964 Fälle)
- Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asyl- und das Freizügigkeitsgesetz/EU (-28,6 Prozent, -82.128 Fälle)
- Unerlaubte Einreise (-27,5 Prozent, -24.769 Fälle)
- Unerlaubter Aufenthalt (-31,3 Prozent, -55.508 Fälle)
- Rauschgiftdelikte (-27,7 Prozent, -63.113 Fälle)
- Ausspähen, Abfangen von Daten einschl. Vorbereitungshandlungen und Datenhehlerei (-8,9 Prozent, -922 Fälle)
- Betrug (-8,4 Prozent, -62.118 Fälle)
- Straßenkriminalität (-7,3 Prozent, -80.047 Fälle)