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PKS 2025 · S. 18 / 79

Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2025

Schlüssel Gewaltkriminalität

Trend Gewaltkriminalität 2025
Kategorie Anzahl 2025 Anzahl 2024 Veränderung absolut Veränderung in % AQ 2025 AQ 2024
nichtdeutsche TV 14.959 15.906 -947 -6,0
darunter Zuwanderinnen/Zuwanderer 4.998 5.728 -730 -12,7
gefährliche und schwere Körperverletzung 155.002 158.177 -3.175 -2,0 80,4 80,7
aufgeklärte Fälle 124.653 127.725 -3.072 -2,4
Tatverdächtige 153.899 158.432 -4.533 -2,9
deutsche TV 88.299 90.835 -2.536 -2,8
nichtdeutsche TV 65.600 67.597 -1.997 -3,0
darunter Zuwanderinnen/Zuwanderer 20.004 21.455 -1.451 -6,8

Die Gewaltkriminalität sank im aktuellen Berichtsjahr um 2,3 Prozent auf 212.335 Fälle (2024: 217.277). Die darin enthaltenen Delikte Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen stiegen um 6,5 Prozent auf 2.453 Fälle (2024: 2.303) sowie Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexueller Übergriff im besonders schweren Fall einschließlich mit Todesfolge um 8,5 Prozent auf 14.454 Fälle (2024: 13.320). Fälle der gefährlichen und schweren Körperverletzung gingen im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 Prozent auf 155.002 Fälle (2024: 158.177) zurück und Raubdelikte um 7,1 Prozent auf 40.119 Fälle (2024: 43.194). Im Bereich der Raubdelikte existiert ausweislich der Ergebnisse der Dunkelfeldstudie SKiD 2024 ein relevantes Dunkelfeld – nur etwa 40 Prozent der einschlägigen Opfererlebnisse wurden der Polizei bekannt.

Im Vergleich zu 2019 stieg die Gewaltkriminalität im Berichtsjahr 2025 um 17,3 Prozent auf 212.335 Fälle (2019: 181.054 Fälle) an. Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen stiegen um 6,0 Prozent auf 2.453 Fälle (2019: 2.315 Fälle), Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexueller Übergriff im besonders schweren Fall einschließlich mit Todesfolge um 53,3 Prozent auf 14.454 Fälle (2019: 9.426 Fälle) und Raubdelikte um 11,3 Prozent auf 40.119 Fälle (2019: 36.052 Fälle). Die gefährliche und schwere Körperverletzung nahm um 16,5 Prozent zu und liegt nun bei 155.002 Fällen (2019: 133.084 Fälle).

Im Vergleich der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen sind Steigerungen im Bereich der Gewaltkriminalität nur noch bei Kindern zu beobachten. Zuwachs fällt mit +3,3 Prozent auf 14.235 tatverdächtige Kinder aber geringer aus als im Vorjahr (2024: +11,3 Prozent, 13.775 tatverdächtige Kinder). Bei Jugendlichen ist in diesem Bereich ein Rückgang der Tatverdächtigenzahlen um -7,4 Prozent auf 29.070 zu verzeichnen, nachdem ihre Zahl im vergangenen Berichtsjahr noch angestiegen war (2024: +3,8 Prozent, 31.383 tatverdächtige Jugendliche). Die Zahl tatverdächtiger Jugendlicher liegt jedoch weiterhin mit + 23,1 Prozent merklich über dem Niveau des Jahres 2019 mit 23.619 tatverdächtigen Jugendlichen.

Hier kann eine Rolle spielen, dass die Zahl psychischer Belastungen unter Kindern und Jugendlichen in den vergangenen Jahren zugenommen hat (Kaman et al., 2025; Mangiapane et al., 2025). Als Gründe dafür werden unter anderem zunehmende Zukunftsängste angesichts multipler Krisen genannt. Auch wenn psychische Belastungen keine direkte Ursache für Kriminalität darstellen, können sie das Delinquenzrisiko bei Kindern- und Jugendlichen erhöhen (Ayano et al., 2024).

Auch die sehr umfangreiche Nutzung des Internets und von Social Media-Angeboten durch Jugendliche stellt einen möglichen Erklärungsbeitrag dar, auch wenn weiterhin Forschungsbedarf zu Zusammenhängen der Mediennutzung mit der Wahrscheinlichkeit straffälligen Verhaltens besteht. Es gibt Studien, die Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen der Nutzung bestimmter Online-Angebote (pornografische Inhalte, gewalthaltige Computerspiele) und Gewaltneigung liefern. Der Forschungsstand ist.

Quelle: PKS Bundeskriminalamt, 2025, V1.0Zu dieser Seite fragenOriginal beim BKA