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PKS 2024 · S. 29 / 68

4.4 – T09 Schlüssel Wirtschaftskriminalität Trend

Wirtschaftskriminalität 2024
Anzahl Veränderung AQ 2024 2023 absolut in %
893.000 ↑ 61.358 22.433 57,6 88,9 85,2
Aufgeklärte Fälle ↑ 54.548 33.162 21.386 64,5
Tatverdächtige → 27.312 26.125 1.187 4,5
deutsche TV ↗ 19.366 18.163 1.203 6,6
nichtdeutsche TV → 7.946 7.962 -16 -0,2
darunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↑ 724 585 139 23,8

Die Fallzahlen im Deliktsbereich Wirtschaftskriminalität unterliegen regelmäßig starken Schwankungen. Diese resultieren aus dem Abschluss z.T. mehrjähriger Ermittlungen in Sammelverfahren mit einer Vielzahl von Geschädigten und Fällen. Wesentlichen Einfluss auf die aktuelle Entwicklung hat der Abschluss eines Umfangsverfahrens in Schleswig-Holstein mit insgesamt 18.595 Fällen im Deliktsbereich Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen.

4.4 – T10 Schlüssel Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte Trend

Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte 2024
Anzahl Veränderung AQ 2024 2023 absolut in %
650.000 ↓ 4.636 5.312 -676 -12,7 74,5
Aufgeklärte Fälle ↓ 3.456 3.954 -498 -12,6
Tatverdächtige ↘ 4.681 5.005 -324 -6,5
deutsche TV ↘ 4.243 4.588 -345 -7,5
nichtdeutsche TV ↗ 438 417 21 5,0
darunter Zuwanderinnen/Zuwanderer x 84 64 20 - -

Das Dunkelfeld in diesem Deliktsbereich wird auf ein Vielfaches geschätzt. Auch weil die Fallzahlen – wie bei der Wirtschaftskriminalität – durch größere Ermittlungskomplexe mit vielen Einzelfällen und längeren Tatzeiträumen beeinflusst werden, kann aus diesem Rückgang um -12,7 Prozent auf 4.636 Fälle nicht auf eine aussagekräftige Tendenz und veränderte Entwicklung geschlossen werden.

4.4 – T11 Schlüssel Straftaten i. Z. m. Urheberrechtsbestimmungen Trend

Straftaten i. Z. m. Urheberrechtsbestimmungen 2024
Anzahl Veränderung AQ 2024 2023 absolut in %
715.000 → 11.320 10.835 485 4,5 75,6
Aufgeklärte Fälle → 8.555 8.778 -223 -2,5
Tatverdächtige → 8.670 8.532 138 1,6
deutsche TV → 6.341 6.192 149 2,4
nichtdeutsche TV → 2.329 2.340 -11 -0,5
darunter Zuwanderinnen/Zuwanderer → 366 380 -14 -3,7

Die Geschädigten hatten spezielle Blutuntersuchungen als Privatleistungen bei einem Labor im Kreis Nordfriesland in Auftrag gegeben und Ergebnisse und Rechnungen erhalten, obwohl keine der vereinbarten Blutuntersuchungen durchgeführt worden sind. Es entstand ein Gesamtschaden von 7,14 Millionen Euro. Das Verfahren wird bei der BKI Flensburg geführt. Es hatte bereits im Jahr 2021 ein Umfangverfahren (8.717 Fälle) mit demselben Tatverdächtigen gegeben, der seine Handlungen noch vor der Anklageerhebung fortsetzte und inzwischen verstorben ist. Im Jahr 2021 entstand bereits ein Gesamtschaden von 4 Millionen Euro.

Quelle: PKS Bundeskriminalamt, 2024, V1.0Zu dieser Seite fragenOriginal beim BKA