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PKS 2024 · S. 10 / 68

Überblick 2024

Straftaten

Straftaten insgesamt

Im Berichtsjahr 2024 wurden bundesweit insgesamt 5.837.445 Fälle registriert. Im Vergleich zum Jahr 2023 bedeutet das einen Rückgang von -1,7 Prozent (2023: 5.940.667).

Der Rückgang der Fallzahlen ist durch den deutlichen Fallzahlenrückgang bei den Rauschgiftdelikten insbesondere aufgrund der Teillegalisierung des Besitzes und Anbaus von Cannabis und dessen Zubereitungen seit dem 01.04.2024 begründet. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist damit nicht gegeben.

Im Vergleich zum letzten Jahr ohne Corona-bedingte Einschränkungen (2019: 5.436.401 Fälle) ist die Fallzahl 2024 um 7,4 Prozent höher.

Im Jahr 2024 wurden insgesamt 3.385.919 (2023: 3.469.752 Fälle) aufgeklärt. Dies entspricht einer Aufklärungsquote von 58,0 Prozent (2023: 58,4 Prozent).

Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße

Betrachtet man die „Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße“, so liegt der Rückgang bei -1,6 Prozent. Für das Jahr 2024 wurden bundesweit insgesamt 5.550.106 Fälle registriert, im Vorjahr lag die Zahl bei 5.641.758. Im Vergleich zu 2019 (5.270.782 Fälle) kam es zu einem Anstieg dieser Straftaten von 5,3 Prozent.

Wesentliche Straftaten/-gruppen

Nachfolgend werden ausgewählte Straftaten/-gruppen dargestellt, bei denen der Anstieg oder der Rückgang mehr als 5,0 Prozent beträgt.

Anstiege 2024 im Vergleich zu 2023

  • Wirtschaftskriminalität (+ 57,6 Prozent, +22.433 Fälle)
  • Neue Psychoaktive Substanzen (NPS) (+41,6 Prozent, +1.250 Fälle)
  • Computerbetrug mittels rechtswidrig erlangter Daten von Zahlungskarten (+9,2 Prozent, +1.984 Fälle)
  • Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexueller Übergriff im besonders schweren Fall einschl. mit Todesfolge (+9,3 Prozent, +1.134 Fälle)
  • Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung jugendpornographischer Inhalte (+8,5 Prozent, +750 Fälle)
  • Beleidigung (+5,8 Prozent, +13.718 Fälle)
  • Straftaten gegen die persönliche Freiheit (+5,3 Prozent, +15.111 Fälle), insbesondere bedingt durch:
    • Bedrohung (+7,0 Prozent, +12.892 Fälle)
    • Nachstellung (Stalking) (+6,9 Prozent, +1.587 Fälle)

Rückgänge 2024 im Vergleich zu 2023

  • Rauschgiftdelikte (-34,2 Prozent, -118.773 Fälle)
Quelle: PKS Bundeskriminalamt, 2024, V1.0Zu dieser Seite fragenOriginal beim BKA