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PKS 2023 · S. 9 / 56

Überblick 2023

Straftaten

Straftaten insgesamt

Im Berichtsjahr 2023 wurden bundesweit insgesamt 5.940.667 Fälle registriert. Im Vergleich zum Jahr 2022 bedeutet das einen Anstieg von 5,5 Prozent (2022: 5.628.584).

Im Vergleich zum letzten Jahr ohne Corona-bedingte Einschränkungen (2019: 5.436.401 Fälle) ist die Fallzahl 2023 um 9,3 Prozent höher.

Im Jahr 2023 wurden insgesamt 3.469.752 Fälle aufgeklärt. Dies entspricht einer Aufklärungsquote von 58,4 Prozent (2022: 57,3 Prozent). Gegenüber dem bisherigen Höchststand im Jahr 2021 (58,7 Prozent) ist die Aufklärungsquote im Berichtsjahr 2023 um 0,3 Prozentpunkte auf 58,4 Prozent gesunken.

Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße

Betrachtet man die „Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße“, so liegt der Anstieg bei 4,4 Prozent. Für das Jahr 2023 wurden bundesweit insgesamt 5.641.758 Fälle registriert, im Vorjahr lag die Zahl bei 5.402.755. Im Vergleich zu 2019 (5.270.782 Fälle) kam es zu einem Anstieg dieser Straftaten von 7,0 Prozent.

Wesentliche Straftaten/-gruppen

Nachdem die mit der Corona-Pandemie verbundenen Einschränkungen der Jahre 2020 und 2021 mit ihren vielfältigen Einflüssen auf die Kriminalitätsentwicklung im Laufe des Jahres 2022 aufgehoben oder zumindest reduziert wurden, waren bereits im Berichtsjahr 2022 deutliche Anstiege in vielen Deliktsbereichen zu verzeichnen. Dies setzt sich im aktuellen Berichtsjahr 2023 fort, das von keinen wesentlichen pandemiebedingten Einschränkungen mehr betroffen war. Es umfasst zudem, verglichen mit dem Berichtsjahr 2022, weniger Fälle, deren Tatzeit noch in die von der Pandemie besonders gekennzeichneten Jahre 2020 und 2021 fiel. Gleichwohl ist zu beachten, dass nicht alle Entwicklungen auf veränderte Tatgelegenheiten im Kontext der Corona-Pandemie (auch noch im Vergleichsjahr 2022) bzw. den Wegfall der Beschränkungen zurückgeführt werden können.

Nachfolgend werden ausgewählte Straftaten/-gruppen dargestellt, bei denen der Anstieg mehr als 20 Prozent oder der Rückgang mehr als 5,0 Prozent beträgt.

Anstiege 2023 im Vergleich zu 2022 (mindestens +20,0 Prozent)

  • Computerbetrug mittels rechtswidrig erlangter Daten von Zahlungskarten (+60,3 Prozent, +8.130 Fälle)
  • Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asyl- und das Freizügigkeitsgesetz/EU (ausländerrechtliche Verstöße) (+ 32,4 Prozent, +73.080 Fälle)
    • Unerlaubte Einreise (+40,4 Prozent, +26.822 Fälle)
    • Unerlaubter Aufenthalt (+28,6 Prozent, +41.564 Fälle)
  • Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung jugendpornographischer Schriften (+31,2 Prozent, +2.105 Fälle)
  • Kokain einschl. Crack (+29,1 Prozent, +8.322 Fälle)

Umfasst folgende PKS-Schlüssel: 731200 Allgemeiner Verstoß mit Kokain einschl. Crack, 732210 Unerlaubter Handel mit Kokain einschl. Crack, 732220 Schmuggel von Kokain einschl. Crack, 733200 Unerlaubte Einfuhr in nicht geringer Menge von Kokain einschl. Crack, 734812 Unerlaubte(r) Abgabe und Besitz in nicht geringer Menge von Kokain einschl. Crack, 734822 Unerlaubter Handel in nicht geringer Menge von Kokain einschl. Crack, 734842 Unerlaubte Herstellung in nicht geringer Menge von Kokain einschl. Crack.

Quelle: PKS Bundeskriminalamt, 2023, V1.0Zu dieser Seite fragenOriginal beim BKA