4.3 – T07b
Schlüssel Diebstahlskriminalität Trend 2023
| Delikt | Anzahl 2023 | Anzahl 2022 | Veränderung absolut | Veränderung in % | AQ 2023 | AQ 2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| *50*00 Diebstahl an/aus Kraftfahrzeugen | 253.695 | 235.732 | 17.963 | 7,6 | 9,4 | 9,3 |
| Aufgeklärte Fälle | 23.865 | 21.903 | 1.962 | 9,0 | ||
| Tatverdächtige | 14.544 | 13.796 | 748 | 5,4 | ||
| deutsche TV | 7.627 | 7.752 | -125 | -1,6 | ||
| nichtdeutsche TV | 6.917 | 6.044 | 873 | 14,4 | ||
| darunter Zuwanderinnen/Zuwanderer | 2.250 | 1.727 | 523 | 30,3 | ||
| *90*00 Taschendiebstahl | 109.314 | 98.512 | 10.802 | 11,0 | 7,2 | 6,0 |
| Aufgeklärte Fälle | 7.874 | 5.922 | 1.952 | 33,0 | ||
| Tatverdächtige | 5.943 | 4.843 | 1.100 | 22,7 | ||
| deutsche TV | 1.265 | 1.146 | 119 | 10,4 | ||
| nichtdeutsche TV | 4.678 | 3.697 | 981 | 26,5 | ||
| darunter Zuwanderinnen/Zuwanderer | 2.264 | 1.740 | 524 | 30,1 |
In fast allen Bereichen der Diebstahlsdelikte sind im Vergleich zum Vorjahr deutliche Zunahmen zu verzeichnen. Diese fallen jedoch überwiegend geringer aus als 2021 zu 2022 als sich im Zusammenhang mit der Aufhebung der Corona-Maßnahmen die Tatgelegenheitsstrukturen wieder veränderten, wie bspw. weniger Einschränkungen des öffentlichen Lebens und wieder geringere Zeitanteile „zu Hause“.
Ein Grund für die weiteren Zunahmen dürfte trotzdem die auch 2023 noch weiter gestiegene Mobilität der Bevölkerung sein – also der Umstand, dass die Menschen sich auch im Vergleich zu 2022 mehr in der Öffentlichkeit aufhielten. Hierdurch ergeben sich mehr Tatgelegenheiten für verschiedene Formen des Diebstahls (u.a. Taschendiebstahl). Auch die schon unter 4.1 aufgeführten Faktoren können eine Rolle spielen – also eine erhöhte wirtschaftliche Belastung in Teilen der Bevölkerung (bspw. aufgrund der hohen Inflation) und die umfangreiche Zuwanderung.
Das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 wurde nun übertroffen: Die Fälle des Diebstahls liegen im aktuellen Berichtsjahr insgesamt um 8,2 Prozent über der Anzahl 2019 (2019: 1.822.212 Fälle).
Beim Wohnungseinbruchsdiebstahl (-10,7 Prozent; 2019: 87.145 Fälle) und auch beim Diebstahl in/aus Dienst-, Büro- und Lagerräumen (-17,2 Prozent; 2019: 93.254 Fälle) liegen sie deutlich unter dem Niveau von 2019. Beim Ladendiebstahl (+30,8 Prozent; 2019: 325.786 Fälle), Diebstahl an/aus Kraftfahrzeugen (+14,2 Prozent; 2019: 222.129 Fälle) sowie beim Taschendiebstahl (+16,2 Prozent; 2019: 94.106 Fälle) wurde hingegen das Niveau des Berichtsjahres 2019 deutlich überschritten.