Tatverdächtige
Im Jahr 2009 wurde auf Bundesebene die „echte“ Tatverdächtigenzählung eingeführt. Dies bedeutet, dass eine Person, die in mehreren Bundesländern registriert wurde, in den Tatverdächtigenzahlen der PKS nicht mehrfach, sondern nur als eine Tatverdächtige/ein Tatverdächtiger ausgewiesen wird.
Bei „Straftaten insgesamt“ wurden im Jahr 2023 insgesamt 2.246.767 Tatverdächtige in der PKS erfasst. Damit ist die Anzahl gegenüber dem Vorjahr um 7,3 Prozent angestiegen. 1.323.498 Tatverdächtige waren deutsche Staatsangehörige (+1,0 Prozent), 923.269 der Tatverdächtigen besaßen nicht die deutsche Staatsangehörigkeit (+17,8 Prozent). Unter den nichtdeutschen Tatverdächtigen waren 402.514 Zuwanderinnen und Zuwanderer (+29,8 Prozent).
Legt man als Datenbasis „Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße“ zugrunde, so ergibt sich bezüglich der Tatverdächtigen Folgendes:
| Kategorie | Anzahl | Änderung |
|---|---|---|
| Gesamtzahl Tatverdächtige | 2.017.552 | +5,0 Prozent |
| Deutsche Tatverdächtige | 1.322.571 | +1,0 Prozent |
| Nichtdeutsche Tatverdächtige | 694.981 | +13,5 Prozent |
| Zuwanderinnen und Zuwanderer | 178.581 | +25,1 Prozent |
Der Anteil der tatverdächtigen Zuwanderinnen und Zuwanderer, die wegen „Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße“ erfasst wurden, an allen tatverdächtigen Zuwanderinnen und Zuwanderern lag im Berichtsjahr bei 44,4 Prozent (2022: 46,0 Prozent).
Opfer
Angaben zum Opfer werden grundsätzlich bei strafbaren Handlungen gegen höchstpersönliche Rechtsgüter (Leben, körperliche Unversehrtheit, Freiheit, Ehre, sexuelle Selbstbestimmung) erfasst, sofern diese im auf der Homepage des BKA abrufbaren PKS-Straftatenkatalog mit einem „O“ gekennzeichnet sind. Als Opfer werden nur die Personen erfasst, gegen die sich diese versuchte bzw. vollendete Tathandlung gerichtet hat.
Im Gegensatz zu Tatverdächtigen, bei denen eine „echte“ Tatverdächtigenzählung im Berichtsjahr erfolgt (s.o.) wird bei Opfern die Häufigkeit des „Opferwerdens“ gezählt (wird eine Person mehrfach Opfer, so wird sie auch mehrfach als Opfer gezählt).
Im Berichtsjahr 2023 wurden 1.249.329 Opfer in der PKS gezählt (+8,5 Prozent), davon 741.402 männliche (59,3 Prozent) und 507.927 weibliche Opfer (40,7 Prozent). 939.234 Opfer waren deutsche Staatsangehörige (75,2 Prozent), 310.095 besaßen keine deutsche Staatsangehörigkeit (24,8 Prozent). Unter den Opfern mit ausländischer Staatsangehörigkeit waren 66.586 Zuwanderinnen und Zuwanderer (21,5 Prozent der nichtdeutschen Opfer).