Tatverdächtige nach Altersgruppen
Im aktuellen Berichtsjahr sinkt die Anzahl der tatverdächtigen Kinder auf 101.896 (-2,3 Prozent), dennoch wird das Niveau von 2019 deutlich überschritten (2019: 72.890 tatverdächtige Kinder; 2019/2024: +39,8 Prozent). Gleiches gilt für die Anzahl der tatverdächtigen Jugendlichen, die im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 Prozent gesunken ist, aber mit +8,9 Prozent deutlich über der Anzahl des Berichtsjahres 2019 (177.082 Tatverdächtige) liegt. Die Anzahl der tatverdächtigen Erwachsenen (ab 21 Jahre) sinkt im Vergleich zum Vorjahr leicht (-1,7 Prozent), liegt aber ebenfalls deutlich über dem Niveau von 2019 (+10,8 Prozent; 2019: 1.591.465 Tatverdächtige).
Hingegen ist die Anzahl der tatverdächtigen Heranwachsenden sowohl im Vorjahresvergleich (-8,5 Prozent) als auch im Vergleichszeitraum 2024/2019 gesunken (-11,7 Prozent; 2019: 177.774 Tatverdächtige).
Entwicklungsbedingt erhöhte Neigung zur Delinquenz
Jugendliche haben eine entwicklungsbedingt größere Neigung, gegen Normen zu verstoßen und Straftaten zu begehen. Faktoren, die das Kriminalitätsaufkommen insgesamt ansteigen lassen (im Vergleich zu 2019), entfalten daher bei Jugendlichen eine möglicherweise besonders deutliche Wirkung.
Psychische Belastungen bei Kindern und Jugendlichen
Zudem gibt es Hinweise auf eine bei Kindern und Jugendlichen steigende Verbreitung psychischer Belastungen, die zwar keine direkte Ursache für delinquentes Verhalten darstellen, aber im Zusammenwirken mit anderen ungünstigen Faktoren die Wahrscheinlichkeit der Begehung von (Gewalt-)Straftaten erhöhen können.